Hispaniola-Schmuckschildkröte, Trachemys decorata, – © Paul Jeffey-Mackenzy, Caribaea Initiative
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Feliz - 2026 - 01

Pablo Feliz, Joandry M. Cabrera, Ivy Carleton, Dante Casto, Makenna Gary, John Gregory, Isabella Prada, Skye Rizo, Maria Fernanda Rodríguez, Bianka M. Sano, Nicholas Stein Snyder, Portia Rohl, Jay Pieczynski, Sixto J. Incháustegui & H. Bobby Fokidis (2026): Comparative Assessment of Health Indicators in the Central Antillean (Trachemys stejnegeri vicina) and Haitian Sliders (T. decorata) of Hispaniola. – Chelonian Conservation and Biology 25(1): 53-66.

Eine vergleichende Erfassung der Indikatoren für den Gesundheitsstatus bei der Zentral-Antillen Buchstabenschildkröte (Trachemys stejnegeri vicina) und der haitianischen Buchstabenschildkröte (T. decorata) auf Hispaniola.

DOI: 10.2744/CCB-1670.1 (externer Link)

Hispaniola-Schmuckschildkröte, Trachemys decorata, – © Paul Jeffey-Mackenzy
Hispaniola-Schmuckschildkröte,
Trachemys decorata,
© Paul Jeffey-Mackenzy

Diese Studie liefert die erste umfassende physiologische Gesundheitsbewertung von zwei endemischen karibischen Süßwasserschildkröten: der Dominikanischen Sumpfschildkröte (Trachemys stejnegeri vicina) und der Haitianischen Sumpfschildkröte (Trachemys decorata) in der Dominikanischen Republik. Wir untersuchten Steroidhormonprofile, hämatologische Parameter, Parasitenbefall und morphometrische Daten bei 118 in freier Wildbahn gefangenen Schildkröten. Haitianische Sumpfschildkröten wiesen im Vergleich zu dominikanischen Sumpfschildkröten signifikant erhöhte Stresshormonspiegel im Plasma auf, mit entsprechenden Unterschieden im Verhältnis von Heterophilen zu Lymphozyten. Der Körperzustand korrelierte nur bei den haitianischen Sumpfschildkröten negativ mit den Stresshormonen, was auf Kompromisse bei der Energieverteilung unter Stress hindeutet. Bei keiner der beiden Arten wurden Hämoparasiten nachgewiesen, im Gegensatz zu typischen Befunden bei verwandten Sumpfschildkrötenpopulationen. Dominikanische Sumpfschildkröten wiesen eine höhere Inzidenz körperlicher Verletzungen und erhöhte Thrombozytenzahlen auf, was auf eine mögliche Aktivierung des Immunsystems hindeutet. Diese subletalen physiologischen Unterschiede spiegeln wahrscheinlich artspezifische Reaktionen auf Lebensraumdruck wider und können als Frühwarnzeichen für einen Bestandsrückgang dienen, bevor demografische Auswirkungen sichtbar werden. Unsere Forschung liefert wichtige Basisdaten und einen nicht-letalen Rahmen für die Langzeitbeobachtung, um den Schutz dieser endemischen Schildkröten zu unterstützen. Da jede Art an einem einzigen Standort untersucht wurde, spiegeln einige physiologische Unterschiede möglicherweise eher lokale Bedingungen als artspezifische Merkmale wider; dennoch liefern die Ergebnisse wertvolle erste Hinweise auf interspezifische Variationen und Umweltsensitivität, die als Orientierung für zukünftige Studien dienen können.

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