Europäische Sumpfschildkröte, Emys orbicularis, – © Hans-Jürgen Bidmon
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Zehtabvar - 2026 - 01

Zehtabvar, Omid, Ali Reza Vajhi, Negin Dilmaghani, Somaye Davudypoor, Sara Kamali, Seyed Kamyab Momeni & Seyyed Hossein Modarres Tonekabony (2026): MRI Anatomy of the Coelomic Cavity of the European Pond Turtle. – Anatomia Histologia Embryologia 55(3): e70099.

Magnetresonanz-Image – Anatomie der Zölomhöhle der Europäischen Sumpfschildkröte.

DOI: 10.1111/ahe.70099 ➚

Europäische Sumpfschildkröte, Emys orbicularis, – © Hans-Jürgen-Bidmon
Europäische Sumpfschildkröte,
Emys orbicularis,
© Hans-Jürgen-Bidmon

Bei Schildkröten liegen die meisten inneren Organe tief in der Coelomhöhle und sind von einem festen Panzer bedeckt, was die klinische Beurteilung erschwert. Die MRT kann wertvolle Informationen liefern, doch detaillierte Beschreibungen der normalen MRT-Anatomie bei der Europäischen Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) sind begrenzt. Ziel war es, zu dokumentieren, wie die nicht-respiratorischen Coelomorgane erwachsener weiblicher Emys orbicularis im MRT erscheinen und wo sie sich innerhalb der Coelomhöhle befinden. Zehn erwachsene Weibchen wurden mit einem 3-Tesla-MRT-Scanner unter Verwendung von T1- und T2-gewichteten transversalen, sagittalen und dorsalen Sequenzen untersucht. Die Organe wurden anhand ihrer Signaleigenschaften und ihrer anatomischen Lage identifiziert, und die Befunde wurden mit veröffentlichten anatomischen Studien bei Schildkröten verglichen. Die MRT ermöglichte eine klare Darstellung von Herz, großen Gefäßen, Leber, Gallenblase, Magen-Darm-Trakt, Milz, Nieren, Harnblase und Fortpflanzungsgewebe. Alle ventrikulären Komponenten, einschließlich Cavum pulmonale, Cavum venosum, Cavum arteriosum, Muskelkamm und Interventrikulärkanal, konnten durchgängig identifiziert werden. Zwei separate Lebervenen (rechts und links) mündeten in den Sinus venosus, was sich von den bei mehreren anderen Schildkrötenarten beschriebenen Mustern unterscheidet. Die rechte und die linke laterale Bauchvene vereinigten sich nahe der Mittellinie zu einem gemeinsamen Gefäß, bevor sie in den linken Leberlappen mündeten. Die Milz befand sich auf der rechten Seite der Coelomhöhle, ventral zur Lunge. Die Bauchspeicheldrüse konnte aufgrund einer ähnlichen Signalintensität wie die Leber nicht unterschieden werden. Die Anordnung von Jejunum und Ileum wies im Vergleich zu anderen Süßwasser- und Meeresschildkröten bemerkenswerte Unterschiede auf. Diese Studie liefert den ersten klaren MRT-Leitfaden zu den nicht-respiratorischen Zölomorganen bei weiblichen Emys orbicularis. Diese Beobachtungen können Tierärzten helfen, routinemäßige MRT-Untersuchungen zu interpretieren und Erkrankungen des Darms, des Fortpflanzungstraktes, der Gefäße und des Harnsystems besser zu erkennen. Studien, die Kontrastmittel oder anatomische Präparationen einbeziehen, sind weiterhin erforderlich, um das Gefäßmuster und die Bauchspeicheldrüse vollständig zu definieren.

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