Stachelrand-Gelenkschildkröte, Kinixys erosa, – © John Zoran
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Ihlow - 2025 - 02

Ihlow, Flora, Václav Gvoždík, Zoltán Tamás Nagy, Christian Kehlmaier, Zacharie Kusamba Chifundera & Uwe Fritz (2025): Phylogeography and genetic diversity of the Serrated Hinge-back Tortoise Kinixys erosa (Schweigger): implications for taxonomy and conservation. – Zootaxa 5717(3): 318–328.

Die phylogeographische und genetische Diversität bei der Stachelrand-Gelenkschildkröte Kinixys erosa (Schweigger): Auswirkungen auf die Taxonomy und deren Erhaltungsstatus.

DOI: 10.11646/zootaxa.5717.3.2 (externer Link)

Stachelrand-Gelenkschildkröte, Kinixys erosa, – © John Zoran
Stachelrand-Gelenkschildkröte,
Kinixys erosa,
© John Zoran

Die gezackte Scharnierrückenschildkröte Kinixys erosa bewohnt Feuchtwälder in Zentral- und Westafrika und weist bekanntermaßen eine phylogeografische Struktur auf. Auf der Grundlage einer erweiterten geografischen Probenahme haben wir ihre Phylogeografie unter Verwendung von drei mitochondrialen Genen und bis zu 17 nuklearen Loci erneut untersucht. Die beobachtete mtDNA-Variation war beträchtlich und entspricht zwei großen und gut belegten Kladen aus dem westlichen und dem östlichen Teil des Verbreitungsgebiets. Innerhalb der westlichen Klade stellen Proben aus Ghana eine gut belegte Unterklade dar. Nukleare Loci stützen die genetische Unterscheidbarkeit dieser Gruppen und zeigen, dass die ghanaische Population am stärksten abweicht. Dies deutet darauf hin, dass K. erosa bisher nicht erkannte, eigenständige Taxa umfasst. Da keine ausreichenden morphologischen Daten vorliegen und unklar ist, auf welche Klade sich der Name K. erosa (Schweigger) bezieht, verzichten wir auf taxonomische Schlussfolgerungen, identifizieren die genetischen Cluster jedoch als eigenständige Managementeinheiten für den Artenschutz.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Auch hier dürfte es jetzt bei den in Gefangenschaft gehalten Individuen und Nachzuchtexemplaren schwer sein diese einzelnen Taxa zuzuweisen und somit ergeht es wohl K. erosa nicht anders als Malacochersus tornieri (siehe Jiang et al., 2026) und etlichen anderen Schildkrötentaxa wie z.B. Malaclemys terrapin, Chrysemys picta, Stigmochelis pardalis etc..

Literatur

Jiang, Chuan, Nassoro Mohamed, Rudolf Mremi, Xuda Liu, Gabriel Mayengo, Yang Liu, Reginald T. Mwaya, Wenwen Zhu, Yiming Gao & Bo Li (2026): Mitogenomes reveal multiple evolutionary units and low genetic diversity of the critically endangered pancake tortoise Malacochersus tornieri. – iScience 29(3): 115142 oder im Abstract-Archiv.

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